Ressourcen
Entwicklung und Sicherung regionaler Entsorgungslösungen
Wir arbeiten daran, die Entsorgung von mineralischen Bauabfällen regional und effizient sicherzustellen. Dazu prüfen und entwickeln wir neue Projekte für Deponien der Typen A und B – abgestimmt auf die kantonalen Vorgaben und die örtlichen Bedürfnisse. Unser Ziel: kontrollierte, umweltgerechte und zukunftssichere Lösungen für den Thurgau.
Wir wollen regionale Stoffkreisläufe stabil, Transportwege kurz und die Baubranche handlungsfähig halten.
Ablagerungsraum ist für funktionierende Bau- und Wirtschaftskreisläufe unverzichtbar – und damit auch ein Erfolgsfaktor für die ganze Region. Ohne rechtzeitig gesicherte Deponien geraten Bauprojekte ins Stocken und die Kosten steigen für alle Beteiligten. Deshalb engagieren wir uns verstärkt für nachhaltige Lösungen.
Der Thurgau wächst und baut! So fallen jedes Jahr enorme Mengen an Aushubmaterial an: Rund 900'000 m³ unverschmutztes Aushubmaterial sowie zusätzlich mineralisches Rückbaumaterial aus modernen Neuüberbauungen. Ein wachsender Teil davon wird verwertet (z. B. Kiesaufbereitung, Bodenwäsche, Verfüllmaterial). Doch nicht alles lässt sich sinnvoll nutzen. Reststoffe, die wirtschaftlich nicht aufbereitet werden können, müssen dauerhaft sicher abgelagert werden.
Deponieraum wird knapp
Genau dieser Deponieraum wird zunehmend knapp. Das verfügbare Restvolumen im Kanton Thurgau entspricht gemäss kantonaler Planung nur noch einer Restlaufzeit von etwa fünf Jahren. Gleichzeitig dauert die Entwicklung neuer Standorte – von der Standortabklärung bis zur Bewilligung – oft acht Jahre oder mehr.
Schon heute werden Aushubmengen über Kantonsgrenzen transportiert. Das bedeutet: längere Wege, mehr Verkehr und steigende Kosten.
Finanzielle und gesellschaftliche Folgen
Die Mehrbelastung betrifft am Ende jedes einzelne Bauprojekt. Über Effekte wie verlagerte Wertschöpfung und Schwerverkehr wirkt sich die Situation auf die ganze Bevölkerung aus. Für ausgewogene Entscheidungen bei Zonenplanänderungen setzen wir uns dafür ein, der Stimmbevölkerung fundiertes Wissen über die tatsächlichen Zusammenhänge bereitzustellen.
22. August 2026
Tag der offenen Tür im Erdendepot Aspi
Gemeinsam Lösungswege finden
Christian Fäh
Leiter Ressourcen
Wir wollen regionalen Stoffkreisläufe stabil, Transportwege kurz und die Baubranche handlungsfähig halten.
Sichere Ablagerung: Was in Deponien wirklich passiert
Deponien sind keine wilden "Drecklöcher", sondern technisch ausgefeilte Anlagen mit einem klaren Zweck: Sie sichern die umweltverträgliche Ablagerung nicht verwertbarer Materialien auf Jahrzehnte.
In der Schweiz unterscheidet die Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA) fünf Deponietypen. Die TIT Imhof Gruppe plant und betreibt ausschliesslich:
- Typ A: Für unbelastetes, natürliches Material wie Aushub, Kieswaschschlämme ("Filterkuchen") oder Gestein.
- Typ B: Für leicht belastete, stabile mineralische Baustoffe wie Beton, Ziegel oder Tonprodukte.
Jedes dieser Materialien ist unbedenklich für die Ablagerung – sie reagieren weder chemisch noch biologisch und gefährden das Grundwasser nicht.
Strenge Auflagen und Rekultivierung
Mehrschichtige Abdichtungen, Drainagesysteme und permanente Kontrollen stellen sicher, dass das eingebaute Material an Ort und Stelle bleibt. Nach Abschluss der Ablagerung werden die Flächen plangerecht rekultiviert und fügen sich wieder harmonisch in die Landschaft ein.
